25.04.2017
Willkommen bei der AGN

Bücher

»... das war ja kein Spaziergang im Sommer«
Die Geschichte eines Überlebendenverbandes


Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. (Hg.)
Konkret Literatur Verlag


Kurz vor Kriegsende transportiert die SS etwa 10.000 Häftlinge des KZ Neuengamme auf drei Schiffe in der Neustädter Bucht. Durch einen grauenvollen Irrtum werden diese am 3. Mai 1945 von der Royal Air Force angegriffen. Die »Cap Arcona« und die »Thielbek« sinken, mehr als 7.000 Häftlinge sterben. Der entsetzliche Tod ihrer Kameraden in den eisigen Fluten der Ostsee ist bis heute das internationale Erinnerungsband der überlebenden Häftlinge des KZ Neuengamme.

Am 6. Juni 1948 wird die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme als Interessenvertretung der ehemaligen deutschen Häftlinge des KZ Neuengamme in Hamburg gegründet. Ein jahrzehntelanger Kampf um das Gelände des früheren Konzentrationslagers, das von der Stadt Hamburg mit zwei Gefängnissen bebaut wird, beginnt. Erst 2005 erleben die letzten Überlebenden die Errichtung einer würdigen Gedenkstätte auf dem ehemaligen KZGelände.

»… das war ja kein Spaziergang im Sommer«, antwortete spontan Fritz Bringmann, Überlebender des KZ Neuengamme und Ehrenpräsident der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme, auf die Frage nach seinen Erfahrungen mit 60 Jahren Engagement im Überlebendenverband des KZ Neuengamme. Das Buch zeichnet die Geschichte der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme auf, skizziert die Last der Erinnerung und die politischen Kämpfe um eine Gedenkstätte. Es verweist auf die Solidarität der KZ-Häftlinge und stellt Akteure der Organisation sowie Überlebende und Nachgeborene vor.


GENERATIONEN
KZ-Überlebende und die, die nach ihnen kommen


von Mark Mühlhaus und Ulrike Jensen
Gedenkstätten Bergen-Belsen, Flossenbürg und Neuengamme (Hg.)
Wallstein Verlag


In Bild und Text zeigt der Band Generationen im Austausch miteinander und lässt über die Zukunft der Erinnerung nachdenken.

Begleitet von kurzen Texten zeigen die eindrucksvollen Aufnahmen dieses Bildbandes Überlebende von Konzentrationslagern an den ehemaligen Orten ihres Leidens. Auf künstlerische Weise werden so Generationen des Erinnerns sichtbar gemacht: Überlebende besuchen die Orte, werden von ihren Angehörigen begleitet, treffen einander und begegnen Jugendlichen. Junge und alte Menschen reden oder schweigen, gedenken miteinander, sprechen und lachen oder trauern gemeinsam. Die Fotografien von Mark Mühlhaus regen dazu an, über die Weitergabe und die Zukunft des Erinnerns nachzudenken. In Ulrike Jensens Texten und den Aussagen von Überlebenden wird das Verhältnis der Generationen zueinander noch einmal auf besondere Weise lebendig: »Dass die Zeitzeugen diesen Schritt gehen, über ihre Erlebnisse zu sprechen und das ihnen fremden Jugendlichen anzuvertrauen, das empfinden wir wirklich als etwas Besonderes«. Die Aufnahmen entstanden im Rahmen von Veranstaltungen in Gedenkstätten in Deutschland, Österreich und Polen.

ISBN: 978-3-8353-0993-7
Hier bestellen