Die AfD und die Erinnerungskultur

Die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. und die Amicale Internationale KZ Neuengamme unterstützt nachdrücklich die Initiative der „Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland“, die sich in der Erklärung „KZ-Gedenkstätten befürchten schweren Schaden für die Erinnerungskultur“ dagegen aussprach, dass ein Vertreter oder eine Vertreterin der AfD den Vorsitz im Kulturausschuss des Bundestages einnehmen könnte.

Die AfD beschädigt mit ihren provozierenden Äußerungen, von denen einige in der angesprochenen Erklärung zitiert sind, nicht nur die Erinnerungskultur, sie diffamiert die Verfolgten und Überlebenden der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die jahrzehntelang dafür kämpften, dass kein Schlussstrich gezogen werden darf.

In dem „Vermächtnis der Überlebenden“ erklärten 2009 die Vertreter von zehn Verbänden ehemaliger Häftlinge und Angehöriger:

Wir bitten die jungen Menschen, unseren Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen, eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Platz haben sollten.“

Wir rufen dazu auf, die im Vermächtnis der ehemaligen Häftlinge genannten Werte in Gegenwart und Zukunft zu verteidigen und für sie einzustehen.